Ein Spezialist für Enddarmerkrankungen

Oberarzt Dr. med. Sebastian Ullm praktiziert innovative, minimal-invasive Verfahren

Im Frühjahr 2015 kehrte Dr. med. Sebastian Ullm nach zweijähriger Spezialausbildung zum Viszeralchirurgen am St. Elisabeth-Krankenhaus in Halle/S. wieder an das Torgauer Kreiskrankenhaus zurück. Der 37 jährige, gebürtige Torgauer wuchs in Mühlberg/Elbe auf. Er studierte Medizin an der Universität Jena. Im Jahr 2008 begann er seine Tätigkeit als Chirurg an der Torgauer Klinik. Die Prüfungen zum Proktologen (Spezialist für Enddarmerkrankungen) legte er im September 2015 sehr erfolgreich ab. Die Ernennung zum Oberarzt erfolgte kurz darauf im Januar 2016.

 

TZ: Können Sie auch bei Darmkrebsoperationen die MIC-Methode anbieten?

Dr. Ullm: Ja, wir bringen hier die laparoskopische Chirurgie zur Anwendung. Sie ist ein Teilgebiet der Chirurgie, bei der mit Hilfe eines optischen Instruments Eingriffe innerhalb der Bauchhöhle vorgenommen werden. Dadurch können  laparoskopische Darmresektionen, auch onkologisch gerecht, erfolgen. Sie werden dem Komplex der minimal-invasiven Chirurgie (MIC) zugeordnet, landläufig als Knopflochchirurgie bezeichnet.

Sie haben sich bereits im Rahmen der Facharztausbildung mit dem Schwerpunkt der Enddarmerkrankungen (Proktologie) befasst.

So ist es. Mein dabei erworbenes Wissen und Können kommt unter anderem bei der Behandlung von Hämorrhoiden zum Tragen. Aber auch Beckenbodenstörungen, Inkontinenz, Tumore und entzündliche Prozesse, sowie weitere Erkrankungen des Enddarmes und der Analregion gehören dazu.

 

Was bedeutet dies konkret?

Hämorrhoiden stellen zahlenmäßig das größte Patientengut dieser Spezialisierung dar. Hier verwende ich z.B. die minimal-invasive HAL-RAR-Methode. Dabei werden zunächst die Hämorrhoidalarterien unterbunden und anschließend durch eine Raffnaht die Hämorrhoide an Ihre ursprüngliche Stelle fixiert. Dieses neue Operationsverfahren ist schmerzärmer als die herkömmlichen Methoden.

 

Welche Vorteile bringt das neue Verfahren?

Es handelt sich um eine sehr effektive und wirksame Behandlungsform, bei der die Schließmuskelkontinenz erhalten bleibt. Die entsprechende Operation erfolgt minimal-invasiv und es ist als ein Verfahren ohne Resektion anzusehen.

 

Wie war die Reaktion in den beiden zurückliegenden Jahren auf  die von Ihnen angebotenen Therapien?

Das Einzugsgebiet der Patienten, welche sich der Hämorrhoiden-Operationen unterziehen ist deutlich gewachsen. Patienten kommen nicht nur aus unserer Region sondern auch aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die steigende Anzahl der Patienten und die positive Resonanz postoperativ zeigt mir die gute Akzeptanz der Behandlung in der Bevölkerung.

 

Die erforderlichen Prüfungen zum Proktologen haben Sie ebenfalls im September 2015 erfolgreich abgeschlossen. Was bedeutet dies für die Patienten?

Nach zehnmonatigem Verhandeln ist es uns nun gelungen, die KV-Erlaubnis für eine Spezialsprechstunde für proktologische Erkrankungen zu erlangen. Diese Sprechstunde, mit entsprechendem Bestellsystem und Verordnungsmöglichkeiten, wird im nächsten viertel Jahr am Kreiskrankenhaus Torgau etabliert. Um die Spezialsprechstunde in Anspruch nehmen zu können, muß der Hausarzt den betroffenen Patienten über niedergelassene Chirurgen, Gynäkologen oder Urologen an mich überweisen. Die Ärzte der Umgebung werden zeitnah über die Verfahrensweise informiert. Ein speziell ausgestatteter Untersuchungsraum ist bereits vorhanden.

Quelle: Frank Lehmann, Torgauer Zeitung

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