Spitzengerät für Angiographie

Die Geschäftsführung des Torgauer Kreiskrankenhauses hält an ihrer Strategie der standortnahen Betreuung der Bevölkerung auf höchstem Niveau konsequent fest. Jüngstes Bespiel dafür ist das hochmoderne Angiographie-Gerät, das Ende November 2017 in Betrieb genommen werden konnte.

Die Geschäftsführung des Torgauer Kreiskrankenhauses hält an ihrer Strategie der standortnahen Betreuung der Bevölkerung auf höchstem Niveau konsequent fest. Jüngstes Bespiel dafür ist das hochmoderne Angiographie-Gerät, das Ende November in Betrieb genommen werden konnte. „Wir haben dafür rund 750 000 Euro  investiert“, erklärt Geschäftsführer Jens Laser. Profitieren davon dürfen in erster Linie unzählige Patienten, aber auch das Team um OA Lars Maiwald. Er zeigt sich absolut begeistert von der Technik und den sich damit ergebenden neuen Möglichkeiten,

„Erst im Februar 2017 wurde das Gerät von Philips auf einer Fachmesse präsentiert. Seither gingen acht davon in ganz Deutschland in Betrieb. Wir sind glücklich, eines nun zu besitzen“, gibt OA Lars Maiwald unumwunden zu. Als echter Spezialist und Leiter der Angiographie-Abteilung am Kreiskrankenhauses Torgau weiß er genau, wovon er spricht. Im Vergleich zum Vorgängergerät aus dem Jahr 2003 ist sowohl technisch als auch von der Einsatzvielfalt ein Meilenstein gelungen.

Bereits in der Trainingsphase, die am 27. November im Beisein einer Fachfrau von Philips begann, bewies das Gerät seine tolle Leistungsfähigkeit. So liefern große Monitore nun hervorragende Angiographie-Bilder. Eine Drei-D-Rekonstruktion von Gefäßen im gesamten Körper ist möglich (bisher nur zweidimensional). Dies hat eine deutliche Verringerung der OP-Zeit zur Folge. Außerdem sinkt die Strahlenbelastung für die Patienten enorm. „Dank des neuen Gerätes können wir nun auch Operationen im Bereich der Halsschlagader vornehmen“, erklärt OA Maiwald. Darüber hinaus lassen sich Aneurysmen (Aussackungen von Blutgefäßen) im gesamten Körper beseitigen. Dies wurde bereits mehrfach in den letzten Wochen erfolgreich praktiziert. 

Für Venenpatienten gibt es ebenfalls eine gute Nachricht. So kann das neue Gerät beispielsweise bei chronischen, venösen Beckenverschlüssen oder bei frischen Thrombosen sehr erfolgreich zum Einsatz gelangen. 

In enger Zusammenarbeit mit der Onkologie lassen sich beispielsweise nun auch Tochtergeschwülste oder Einzeltumore der Leber therapieren. So kann für betroffene Patienten eine wesentlich bessere Prognose dieser Art der Krebserkrankung erreicht werden. 

Apropos Zusammenarbeit: Ein Kooperationsvertrag mit den Elblandkliniken (Radebeul, Meißen und Riesa) wurde geschlossen. Dadurch ist es möglich, dass entweder ein Gefäßchirurg bei einer sogenannten Hybrid-OP vor Ort ist oder eine notwendige OP in Riesa erfolgen kann. Darüber hinaus existiert eine ständige technische Anbindung in Wort und Bild. Angiologe, Neurologe und Gefäßchirurg entscheiden also gemeinsam über die effektivste Variante der Behandlung. 

Übrigens wird es einen festen Ansprechpartner am Torgauer Kreiskrankenhaus geben, der die Termine für ambulante und operative Leistungen im Bereich Angiologie vergeben wird. 

„In Planung ist die Schaffung eines überregionalen Gefäßzentrums Mitteldeutschland, an dem wir uns beteiligen wollen“, informiert OA Lars Maiwald. Dabei werden auch seine bereits geleisteten wissenschaftlichen Studien mit einfließen. Eingebunden werden ebenfalls der entsprechende Bereich der Universität Leipzig unter der Leitung von Prof. Dr. Dierk Scheinert bzw. der Universität Jena unter der Leitung von Prof. Teichgräber.

Im Jahr 2018 sind mehrere Workshops von Fachärzten der Angiologie in kleinen Gruppen ab Frühjahr am Kreiskrankenhaus Torgau geplant. Neben dem Erfahrungsaustausch stehen natürlich die Einsatzmöglichkeiten des neuen Gerätes im Mittelpunkt. 

Für ambulante, niedergelassene Ärzte und interessierte Mediziner bietet das Torgauer Kreiskrankenhaus am 17. Januar eine Informationsveranstaltung mit drei Fachvorträgen. Der Tag gibt Gelegenheit, die neuen, größeren Räumlichkeiten und die hochmoderne Technik in Augenschein zu nehmen.  

Text: Frank Lehmann

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