Aktuelles
08.04.2010 - Darmzentrum wurde erneut ausgezeichnet
Am 2. und 3. Februar 2010 erfolgte das Wiederholungsaudit (Überprüfung) für das Darmkrebszentrum an der Kreiskrankenhaus „Johann Kentmann“ gGmbH Torgau. Das Ergebnis war beeindruckend. Durch zwei ausgewiesene Fachexperten der Deutschen Krebsgesellschaft (OnkoZert) sowie einer Qualitätsmanagerin des TÜV Süd wurden die Arbeit und die Behandlungsergebnisse des Darmzentrums Torgau einer zweitätigen Prüfung unterzogen.
Die Leiter des Darmzentrums, der Internist und Gastroenterologe Chefarzt Dr. med. Egbert Eggers und der Bauchchirurg Chefarzt Dr. med. Olaf Breitbarth sowie die Koordinatorin des Darmzentrums Dr. med. Steffi Wagner konnten unter Beweis stellen, dass die Torgauer Klinik den hohen Anforderungen der Zertifizierungsinstitute gerecht wird. Durch die Prüfungskommission wurde dem Darmzentrum Torgau erneut die Empfehlung zur Zertifikatserteilung gegeben. Somit wurde wiederum die Leistungsfähigkeit des Darmzentrums Torgau und der Kooperationspartner bei der Behandlung von Patienten mit Darmkrebs von sozusagen oberster Stelle mit einem besonders wertvollen Gütesiegel ausgezeichnet. Das Darmzentrum Torgau war bereits im November 2006 als erstes sächsisches und auch als erstes ostdeutsches Darmzentrum gegründet und zertifiziert worden. Seitdem ist eine stete Entwicklung der Einweiserzahlen und der Darmkrebsbehandlungsfälle zu registrieren.
Die Besonderheit der sehr guten Ergebnisse durch die Torgauer Darmkrebsspezialisten liegt sicherlich auch darin begründet, dass die komplette Organisation der Krebstherapie einschließlich der Vor- und Nachsorge sowie die Operationen und die Chemotherapie an der Kreiskrankenhaus „Johann Kentmann“ gGmbH Torgau gewährleistet werden kann. So haben besonders neue Therapieverfahren zur Behandlung des Mastdarmkrebses Einzug gehalten. Hierbei werden Patienten mit fortgeschrittenen Befunden, z. B. bei einem Tumorwachstum in die tiefen Wandschichten oder bereits durch Ultraschall bzw. Tomografie diagnostizierte bzw. befallene Lymphknoten zunächst einer Radiochemotherapie unterzogen und erst dann operiert.
Durch dieses Therapiemanagement konnte bei überdurchschnittlich vielen Patienten während der Operation der Schließmuskel erhalten und im weiteren Verlauf über Jahre bessere Langzeitergebnisse ohne Auftreten eines erneuten Tumorrezidives (Wiederauftreten der Geschwulst) erzielt werden. Dafür muss an dieser Stelle allen Ärzten und Schwestern des Darmzentrums nochmals ein herzliches Dankeschön für ihre hervorragende Arbeit ausgesprochen werden.
Ein Treffen der Zusatzbereiche mit Ernährungsberatern und Psychoonkologen, Vertretern der Sanitätshäuser, Stomatherapeuten (Versorgung von Patienten mit einem künstlichen Darmausgang), Hospiz- und Kirchenvertretern wird für den 12. Mai 2010 im Krankenhaus Torgau vorbereitet.
Am 19. Juni 2010 sind alle Bürger der Stadt Torgau, der Nachbargemeinden und des Landkreises sowie auch aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt zum Tag der offenen Tür des Brust- und Darmzentrums in den Räumen der Kreiskrankenhaus „Johann Kentmann“ gGmbH Torgau Torgau eingeladen. In diesem Jahr konnte unter anderem eine sehr kompetente Referentin aus der Universitätsklinik Leipzig zu einem Vortrag über psychoonkologische Aspekte bei der Betreuung von Krebskranken gewonnen werden.
In Vorbereitung befindet sich weiterhin für den Herbst 2010 eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Leben mit einem künstlichen Darmausgang – wie Betroffene und Therapeuten damit umgehen“.
ChA Dr. med. Olaf Breitbarth
Leiter Darmzentrum Torgau
Leiter Abteilung Visceralchirurgie
