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22.06.2010 - Kurzporträt: Sie ist begeistert von der Anatomie

Sie dürfte wohl zu den jüngsten Schulleitern beziehungsweise Schulleiterinnen in Sachsen gehören. Die 28-jährige Christina Puls ist seit dem 1. Mai diesen Jahres Chefin der Medizinischen Berufsfachschule in Torgau. Ab diesem Tag arbeitete sie noch einen Monat lang parallel mit ihrer Vorgängerin, Regina Greul. „Das war für mich eine ganz wichtige Zeit. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Frau Greul für die Begleitung herzlich bedanken“, fügte sie an. Beide kennen sich übrigens schon längere Zeit.

Geboren wurde Christina Puls nämlich im Kreiskrankenhaus Torgau, wuchs in Welsau auf. Sie besuchte die Grundschule in Torgau-Nordwest, gehörte zum ersten Jahrgang, der ab der fünften Klasse dann zum Gymnasium wechselte. Das war 1992. Im Jahr 2000 legte sie am Johann-Walter-Gymnasium erfolgreich ihr Abitur ab. Noch im September des gleichen Jahres begann sie an der Medizinischen Berufsfachschule in Torgau ihre Ausbildung zur Krankenschwester, lernte hier Regina Greul kennen. Als examinierte Krankenschwester arbeitete sie ab Mitte 2003 auf der chirurgischen Station des Torgauer Kreiskrankenhauses. Zwei Jahre war Christina Puls hier tätig. Dann entschloss sie sich zum Studium der Pflege- und Gesundheitswissenschaften an der Martin-Luther-Universität in Halle. Seit 2007 arbeitete sie bereits als Honorarkraft an der Medizinischen Berufsfachschule in Torgau. Am 30. April 2010 konnte die junge Frau das Studium erfolgreich als Pflegepädagogin abschließen. Als Schulleiterin ist sie nun für die hier tätigen drei Kolleginnen und die Sekretärin die Chefin.

Doch sie sieht sich eher als Teil eines guten Teams. „Zunächst gilt es, die geschaffenen Strukturen zu erleben, die bestehenden Kooperationen mit den verschiedensten Einrichtungen zu pflegen. Ich möchte auch den Kontakt mit Frau Greul aufrechterhalten“, sagte sie. Unterrichten wird Christina Puls Pflegewissenschaften im dritten Ausbildungsjahr, künftig aber die Anatomie. „Davon war ich schon immer begeistert“, gibt sie unumwunden zu.
Christina Puls ist noch nicht verheiratet, hat keine Kinder. Mit ihrem Partner lebt sie in Nichtewitz. In der knapp bemessenen Freizeit spielt sie gern Volleyball, trainiert in zwei Teams. „Wir sind recht gut, aber wegen personeller Probleme haben wir bisher auf einen Punktspielbetrieb verzichtet“, fügt sie an. Entspannung findet sie außerdem im Garten und mit ihrer Katze. Beim Lesen stehen neben der obligatorischen Fachliteratur Krimis bei ihr hoch in der Gunst. Im Urlaub zieht es Christina Puls besonders gern ans Wasser. Egal, ob es nun die Ostsee oder das Mittelmeer ist. „Ich reise einfach gern und das an den Strand oder auf Inseln“, sagt sie von sich selbst. Ob das mit dem Namen Puls zusammenhängt? „Der kommt nämlich aus dem Nordischen und hat begrifflich mit dem Fischfang zu tun“, klärt Christina Puls auf.

 

www.torgauerzeitung.de

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