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29.05.2009 - Kurzporträt: Dr. Stefan Hartung
Vom Expeditionsfieber gepackt
Er ist wieder an seine einstige Wirkungsstätte zurückgekehrt. Mit Dr. Stefan Hartung konnte die Leitung des Torgauer Kreiskrankenhauses einen versierten Mediziner an die Elbe holen, der hier seine Laufbahn begann. Als Oberarzt im Bereich Chirurgie kümmert er sich seit Mitte April wieder um das Wohl seiner Patienten. Oberarzt Dr. Hartung ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Der gebürtige Dresdener studierte nach dem Abitur Medizin an der Uni Leipzig. 1992 begann er seine Tätigkeit als Assistenzarzt im Bereich Chirurgie im Torgauer Kreiskrankenhaus, die er 1998 beendete. Im Rahmen der Facharztausbildung erfolgte der Wechsel an die Riesaer Klinik. Seit 1999 ist Dr. Hartung Facharzt für Chirurgie. Seine weitere berufliche Entwicklung führte den heute 44 Jährigen an die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Uni Leipzig. Von 2002 bis 2005 arbeitete er erneut am Torgauer Kreiskrankenhaus, schloss 2003 die Subspezialisierung zum Unfallchirurgen ab. Im April 2005 schließlich bot man dem engagierten Mediziner eine Oberarztstelle für Unfallchirurgie und Orthopädie an der Asklepios Klinik in Weißenfels an, die er auch annahm. „Nun bin ich mit neuem Fachwissen nach Torgau zurückgekehrt. Das betrifft zum Beispiel Operationen an der Wirbelsäule oder die Schulter-Endoprothetik“, erläuterte Oberarzt Dr. Hartung.
Er hofft nun, dass auch seine Frau eine Chance in Torgau erhält. Sie ist seit Jahren als bereichsleitende Schwester an der Uniklinik Leipzig tätig, fährt seit dem Jahr 2001 täglich von Rosenfeld nach Leipzig. Damals nämlich kauften die Hartungs ein Anwesen in dem ostelbischen Dorf, das sie trotz der beruflichen Stationen nicht aufgaben. Nun hoffen sie, das Grundstück und ihr Haus mehr als bisher genießen zu können. Dabei sind beide keineswegs die Hobbygärtner.
Ihre Interessen liegen auf ganz anderem Gebiet. Dr. Stefan Hartung darf wohl durchaus als begeisterter Hobbybergsteiger und Expeditionsteilnehmer bezeichnet werden. Dschungeltouren oder ein Tripp durch die Wüste üben auf den 44-Jährigen einen unwiderstehlichen Reiz aus. In kleinen Gruppen mit Freunden sind schon beachtliche Gipfel weltweit bezwungen wurden. Im letzten Jahr war es beispielsweise ein Berg in China mit über 7 500 Metern. Aber auch in den Anden, in Afrika oder Nepal führten die Touren auf Berge, durch herrliche Landschaften und zu Menschen, um deren Lebensumstände besser kennenzulernen. „Dabei organisieren wir so gut wie alles selbst“, erzählte Dr. Hartung, der zudem ein enthusiastischer Hobbyfotograf ist. Bilder und Erzählungen verschmelzen zu phantastischen Vorträgen, die mit Freunden und Bekannten im Nachhinein die Erlebnisse noch einmal wach werden lassen. In Torgau freut man sich schon wieder auf diese Vorträge.
