„Das war ein sehr erfülltes Vierteljahrhundert“

Chefarzt Dr. med. Werner Dudda leitet seit 25 Jahren die Chirurgie

Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Chefarzt Dr. med. Werner Dudda beging am 2. Mai diesen Jahres ein nicht alltägliches Dienstjubiläum. Der heute 63-jährige und hoch geschätzte Mediziner ist seit 25 Jahren bereits Chefarzt der Chirurgischen Klinik am Torgauer Kreiskrankenhaus. „Das ist schon echt ungewöhnlich, vor allem in der Chirurgie“, gibt er selbst zu bedenken. 

Mit gerade einmal 38 Jahren kam er von einem Klinikum in Bonn am Rhein an die Elbe nach Torgau, um die sehr verantwortungsvolle Stelle zu übernehmen. Und er füllte und füllt sie vom ersten Tag an mit großem Engagement für seine Patienten und Mitarbeiter aus. „Seit dem 1. Juni 1982 habe ich ohne Pause als Mediziner gearbeitet. Lediglich zweimal kurzzeitig musste ich meine Tätigkeit wegen Krankheit für jeweils eine Woche unterbrechen“, blickt er nicht ohne etwas Stolz zurück. 

Sein Wirken in Torgau bewertet er als 25 sehr erfüllte Jahre. Sein erster Arbeitstag begann mit einer Visite und anschließend mussten gleich mehrere Knochenbrüche operiert werden. Von Anfang an gab es reichlich Arbeit. Und die Bedingungen waren mit den heutigen kaum vergleichbar, denn es existierte nur der Altbau. Die Abteilung Chirurgie verfügte damals mit der Außenstelle in Schildau über circa 90 Betten. Mehrbettzimmer (bis hin zu einem für sieben Patienten als Durchgangsraum) waren eher die Regel als die Ausnahme. Statt der heute fünf gab es nur zwei OP-Säle. „Doch ich habe von Beginn an die große Dankbarkeit der Patienten für unsere Hilfe gespürt. Schließlich konnten wir ein großes Spektrum anbieten, was unter anderem die gesamte Bauchchirurgie, die Schilddrüsenchirurgie, alle Knochenbrüche, die Handchirurgie, Hüftendoprothesen und Arthroskopien wie auch die Gefäßchirurgie umfasst“, erinnert sich Chefarzt Dudda. „Heute sind wir sehr modern aufgestellt. Durch Herrn OA Dr. med. A. Held ist die Wirbelsäulenchirurgie hinzugekommen. Investitionen und Ausstattung ermöglichen ein zeitgemäßes Arbeiten“, fügt er an. Ganz wichtig für den Chefarzt ist die Tatsache, dass am Torgauer Kreiskrankenhaus die Selbständigkeit bewahrt wurde, medizinisch notwendige Dinge zu tun, und sich nicht von Zahlenvorgaben in Entscheidungen zwingen zu lassen. „Die Torgauer Klinik ist vorbildlich. Das wird auch von außen so gesehen“, freut sich Dr. Werner Dudda. 

Die hohe Zufriedenheitsrate der Patienten sieht er darin begründet, dass zahlreiche Spezialisten am Torgauer Kreiskrankenhaus im Bereich Chirurgie arbeiten. Mit Oberarzt Dr. Held besitze man einen der besten Wirbelsäulenspezialisten in ganz Deutschland. Chefarzt Dr. Breitbarth genießt hohe Anerkennung in der Bauchchirurgie und wird durch Oberarzt Dr. Ullm bei großen endoskopischen Bauchoperationen und in der Proktologie unterstützt. Oberarzt Dr. Hartung gilt als Experte der Unfallchirurgie und Oberarzt Dr. Berger ist bereits 40 Jahre erfolgreich am Kreiskrankenhaus Torgau tätig und jetzt der hauptsächliche D-Arzt-Vertreter bei Arbeitsunfällen. 

„Wenn ich dies betrachte, dann habe ich keine Angst vor dem Ruhestand, der absehbar ist. Schließlich haben wir ja gute Mitarbeiter herangezogen“, und das Krankenhaus bietet beste Bedingungen für motivierte Nachfolger, lautet des Fazit von Chefarzt Dr. Dudda. 

Zu seiner Erfolgsbilanz gehört zweifelsfrei die Etablierung des Traumazentrums seit dem Jahr 2011 an der hiesigen Klinik.  Alle bisherigen Rezertifizierungen verliefen erfolgreich. Die nächste steht im November 2019 an. 

Er selbst hat sich auch weiter qualifiziert und den Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in den letzten Jahren nach Änderung der Facharztordnung erworben. „Gerade die Unfallchirurgie gewann nämlich zunehmend an Bedeutung für unser Haus“, erklärt er dazu. Eine wichtige Rolle spielt darüber hinaus seine Arbeit als D-Arzt (anerkannter Spezialist für Arbeitsunfälle). Pro Jahr sind dies ca. 2000 Fälle im Krankenhaus Torgau. 

Und wie sieht Chefarzt Dr. Dudda seine Perspektive? „Bis zum Eintritt in den Ruhestand werde ich weiter in unserer Klinik tätig sein. Schließlich ist der Arbeitsort nicht entscheidend, sondern das Umfeld und die Kollegen spielen da eine ganz wichtige Rolle. Beides passt. Auch bezüglich meines künftigen Wohnortes wird sich eher nichts ändern. Ich möchte in Süptitz bleiben.“ Das sind klare Aussagen. Die findet der Chefarzt auch bezüglich der Gedanken an die Zukunft. „Meine großen Wünsche sind, das Torgauer Kreiskrankenhaus möge auf einem hohen Niveau fortbestehen, seine Eigenständigkeit bewahren und gute, fähige Ärzte für die Region gewinnen können. Außerdem wünsche ich mir eine Veränderung des Abrechnungssystems der Kassen, das gegenwärtig zuviel Zeit verschlingt. Die wäre sinnvoller für die Patientenversorgung zu nutzen“, so seine deutlichen Worte. 

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