"Eine total heimelige Atmosphäre"

Selbstgebackener Obstkuchen? Oder wenigstens ein Stückchen von der leckeren Torte? Nein. Dr. Eike Simon, lehnte dankend ab. „Ich faste doch“, sagte der Chefarzt der Gynäkologie des Torgauer Krankenhauses in Richtung Hebammen. Doch auch ohne die Kalorienspender war Simon (und beileibe nicht nur ihm) am Samstagvormittag zum Feiern zumute: Bei einem Tag der offenen Tür wurde der komplett umgestaltete Kreißsaalbereich einer neugierigen Öffentlichkeit präsentiert.

Und was diese zu sehen bekam, beeindruckte. Allein schon durch die Farbgebung wirken die Räumlichkeiten sehr beruhigend. Dazu die klare Linie beim Mobiliar und die Licht durchfluteten Zimmer – hier stimme einfach alles, freute sich beispielsweise Anita Kraus. Sie fiebert ihrem Entbindungstermin im April bereits sehnlichst entgegen. Ihr erstes Kind werde in einer – wie sie es nannte – total heimeligen Atmosphäre auf die Welt kommen. Kraus zählte zu den ersten Besuchern, die die Räumlichkeiten in Augenschein nahmen. Für Nicole Peschel aus dem anhaltinischen Lebien ist der Unterschied zu vorher immens. Peschels Entbindungstermin für ihr zweites Kind liegt Ende Juni. „Alles anders, ganz anders“, staunte die junge Frau, als ihr die neue CTG-Technik vorgestellt wurde.

Apropos CTG-Technik: Eike Simon hob mit Stolz hervor, dass der neue Kreißsaal sogar die geforderten Normen überbietet. Unter anderem haben Hebammen nun die Möglichkeit, gleich mehrere Geburten von einer zentralen Stelle aus zu überwachen. Ohnehin verfüge der neue Kreißsaalbereich über die höchsten Sicherheitsanforderungen, nicht zuletzt auch wegen der direkten Anbindung an die Kinderheilkunde. Ein Riesenvorteil beispielsweise bei Risikogeburten und ein Alleinstellungsmerkmal Torgaus in der Region, sagte Chefärztin Edith Bieck. Doch trotz der allermodernsten Technik ist davon auf den ersten Blick kaum etwas zu sehen. „Es ist uns gelungen, den technischen Aspekt visuell in den Hintergrund zu schieben“, sagte Simon.

Angelika Stoye vom nordsächsischen Landratsamt sprach bei der Durchtrennung des symbolischen Bandes dann auch von einem denkwürdigen Moment, was Oberärztin Dr. Juliane Majer nur unterstreichen konnte.
Mit dem neuen Kreißsaal kann die zum Teil 16 Jahre alte Ausstattung endgültig eingemottet werden. „Die Zeit war reif“, sagte Dr. Jochen Müller, Geschäftsführer des Torgauer Krankenhauses. Der Kostenrahmen beläuft sich auf etwa 2,2 Millionen Euro und umfasst auch die nun zur Sanierung anstehende Geburtshilfestation/Station 7, auf der bisher der provisorisch genutzte Kreißsaal untergebracht war. Hier beginnen die Umbauarbeiten just am heutigen Tag. Dafür veranschlagt sind sechs Monate.

Die Bauzeit für den neuen Kreißsaalbereich, der über zwei Säle, einen Vorbereitungsraum mit einem weiteren Kreißbett sowie einer Gebärwanne verfügt, betrug immerhin ein knappes Jahr. Mit der Investition sieht sich das Torgauer Krankenhaus gegenüber anderen Standorten hervorragend aufgestellt. Die Attraktivität solle auch dazu beitragen, dass der in fünf Jahren prognostizierte nochmalige Geburtenknick abgefedert werden kann. Derzeit hat sich die Zahl der Geburten bei durchschnittlich 430 im Jahr stabilisiert.

www.torgauerzeitung.com

Jobs & Ausbildung

Interessieren Sie sich für eine Mitarbeit in unserem Krankenhaus oder für eine Ausbildung im medizinischen Sektor?

Unsere Bildergalerie

Krankenhaus Video

 

Nächste Veranstaltung

17/03/20 Veranstaltungen

Aufgrund der aktuellen Situation sind alle Veranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt. Wir werden die Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

ganzen Artikel lesen

Unsere Baby-Galerie

Unsere Baby-Galerie

Schauen Sie sich unsere Neugeborenen in der Babygalerie an und versenden Sie eine digitale Geburtsanzeige.

zur Baby-Galerie