Große Chancen und Herausforderungen

Gespräch mit Pflegedienstleiterin Gabi Nowesky zur aktuellen Situation

Während in vielen Kliniken im Bereich der Pflege personelle Probleme an der Tagesordnung sind, kann die Kreiskrankenhaus Torgau „Johann Kentmann“ gGmbH auf eine stabile Basis bauen. 

Zu den Hintergründen und den aktuellen Entwicklungen sprach der Klinik-Kurier mit Pflegedienstleiterin Gabi Nowesky.

KKK: Wie fällt Ihre persönliche Einschätzung aus, und worin sehen Sie die Ursachen dafür?

G. Nowesky: Unsere Klinik verfügt im Bereich der Pflegekräfte über eine sehr gute personelle Ausstattung. Die Pflege besitzt bei der Geschäftsführung unseres Hauses einen hohen Stellenwert, und das schon über viele Jahre. Bei einem Ausfall oder dem Ausscheiden eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin wird die Stelle schnellstmöglich wieder besetzt, teilweise sogar mit überlappender Zeit. 

Ja, aber Fachkräfte fallen ja nicht wie reife Früchte von den Bäumen?

Und deshalb gibt es langfristig eine enge Zusammenarbeit mit der Medizinischen Berufsfachschule Torgau. Ein Großteil der Schüler absolviert die praktische Ausbildung am Kreiskrankenhaus Torgau. Dabei lernen die jungen Leute  nach Plan alle Bereiche des Hauses kennen. Sie wissen also ganz genau, wie die berufliche Praxis aussieht.

Und wie gelingt es Ihnen und der Klinikleitung dann, die Absolventen für eine Tätigkeit am Kreiskrankenhaus Torgau zu gewinnen?

Laut gültiger Betriebsvereinbarung werden Absolventen mit einem Abschlussdurchschnitt von 2,4 sofort übernommen. Es gibt aber auch Ausnahmeregelungen. Dabei spielt die Praxisleistung eine große Rolle. So konnten wir allen Absolventen des letzten Jahres ein Übernahmeangebot unterbreiten. 

Wer kranke und alte Menschen pflegt, braucht doch sicher bestimmte Voraussetzungen?

Ja, das ist völlig richtig. „Pflege mit Herzblut“ lautet unser Motto. Berührungsängste sind also fehl am Platz. Deshalb bieten wir Schülern ab der 8. Klasse Praktika an, um aus eigenem Erleben den Berufswunsch auf den Prüfstand zu stellen. Bis zu 100 solcher Praktika pro Jahr registrieren wir an unserer Klinik. Und der Erfolg gibt uns Recht.

Das berufliche Schulzentrum in Torgau bildet Krankenpflegehelfer (2 Jahre) aus. Ist das für die Torgauer Klinik interessant?

Natürlich,  wer hierbei einen sehr guten Abschluss erreicht, der kann sich über drei Jahre zum Krankenpfleger/-in ausbilden lassen und hat dann die Chance der Übernahme durch das Kreiskrankenhaus.

Junge Leute, aber auch gestandene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben aufgrund aktueller Sichtweisen oder von familiären Erfordernissen den Wunsch nach verschiedenen Arbeitszeitmodellen.

Ein Mitarbeiterpool, der bei uns schon seit Jahren zum Alltag gehört, macht dies möglich, egal ob für junge Muttis oder ältere Kollegen. Wir bieten auch eine Festeinstellung auf Wunsch mit Teilzeitverträgen.

Stichwort „Männer“ – in der Pflege noch immer die Ausnahme?

Bei uns nicht, wir verfügen über eine relativ hohe Männerrate. Zurzeit sind es 14 in den verschiedensten Stationen bzw. Bereichen. In der Ausbildung befinden sich fünf.

Was macht aus Ihrer Sicht die Pflege auch hinsichtlich der beruflichen Entwicklung so attraktiv?

Wir bieten beispielsweise die Chance zur Weiterbildung als Praxisanleiter. Auch verschiedene andere Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten bis hin zu unterschiedlichen Studienrichtungen tun sich auf.  Schon bisher wurde der Pflegeberuf als Chance für ein späteres Medizinstudium gesehen. Die aktuellen Entwicklungen werden dies noch verstärken.  

Gespräch: Frank Lehmann

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