Seit 100 Jahren aktive Hilfe im Busch von Tansania

Irgendwo, tief im tansanischen Busch verborgen liegt das Lugala-Hospital der Lutherischen Kirche in Tansania. Vor 100 Jahren wurde erstmalig eine kirchliche Missionsstation in diesem Raum erwähnt, die sich auch um medizinische Belange kümmerte. Grund genug, in diesem Jahr das Jubiläum mit verschiedenen Aktionen zu würdigen. Mit dabei als Partner ist auch die Kreiskrankenhaus Torgau „Johann Kentmann“ gGmbH, die seit Jahren über den Lugala-Arbeitskreis der evangelischen Kirche Mitteldeutschlands tatkräftige Unterstützung durch Gerätetechnik, Medikamente und Know-how leistet.

Konkret machten vor wenigen Tagen zwei Vertreter des Lugala-Hospitals auf ihrer Deutschland-Reise auch Station in Torgau. Aveling Josef Malongo (eine Art technischer Leiter) und Exaud Daud Makali (Krankenwagenfahrer) wurden ganz herzlich begrüßt und aufgenommen. Untergebracht waren beide im Haus von OP-Schwester Silvia Günther, die die Betreuung und Pflege der Beziehungen nach Lugala übernommen hat, die zuvor unter anderem von Oberin Petra Weinert aufgebaut wurden. Beide Frauen waren auch selbst schon in Lugala. Außerdem absolvierte Silvia Günthers Tochter Katharina (Studentin der Medizin in Halle) im vergangenen Jahr gemeinsam mit Freundin und Mitstudentin Marina Müller aus Oschatz einen vierwöchigen Aufenthalt im Lugala-Hospital. So gehörte zum Besuchsprogramm der afrikanischen Gäste auch ein Abstecher zum Polizeirevier Oschatz, wo Vater Jan Müller tätig ist.

Die zwei aktuellen Besuchstage diesmal erstreckten sich sowohl auf das Kennenlernen von Torgau als auch auf die praktische Tätigkeit im Krankenhaus. So wurden unter anderem das Johann-Walter-Gymnasium und der SC Hartenfels 04 besucht. Begrüßt wurden die Gäste durch die Geschäftsführung der Torgauer Klinik. Anschließend erfolgte eine Vorstellung des Hauses und der Mitarbeiter. Stets dabei Katharina Günther, die als Dolmetscherin fungierte. Besonders beeindruckt zeigte sich Aveling Josef Malongo von den Möglichkeiten der Endoskopie, die Chefarzt Dr. Egbert Eggers demonstrierte. Von Exaud Daud Makali wurden die modernen Rettungswagen eingehend inspiziert. Durch Mitarbeiter des technischen Bereiches des Kreiskrankenhauses erfolgte die Vorstellung der technischen Anlagen und des Hubschrauberlandeplatzes. Anschließend konnten die hochmodernen Kreißsäle in Augenschein genommen werden. Hier übernahm Hebamme Petra Ziegler die Führung. Auch im Lugala-Hospital spielt die Betreuung von Geburten eine große Rolle.

Für strahlende Augen bei den Gästen sorgte ein Paket, das Oberin Petra Weinert schon im Vorfeld gepackt hatte. Wichtige Teile, die in Lugala dringend gebraucht werden, gehörten zum Inhalt. Angeboten von Torgauer Seite ist die Bereitstellung von zwei Kreißsaalbetten. Über deren Versand nach Lugala wird der gleichnamige Arbeitskreis mit Sitz in Sangerhausen noch zu entscheiden haben.
Eine ganz spontane und tolle Hilfe kam am Rande des Besuches zustande. Aveling Josef Malongo leidet seit langer Zeit an Augenproblemen. Augenarzt Dr. Frank Henjes begann sofort mit einer Behandlung, übergab Medikamente. „Der Erfolg war schon bald spürbar, das Sehvermögen deutlich gebessert, gestand uns Herr Malongo“, freute sich Silvia Günther. Nur einmal im Jahr kommt nämlich ein Augenarzt in das Lugala-Hospital. Zwei Tagesreisen sind es in die nächstgrößere Stadt mit Augenarzt.

Und wie geht es weiter im Jubiläumsjahr? Bereits in diesem Monat wird noch eine Delegation des Lugala-Arbeitskreises nach Tansania reisen. Am 7. und 8. September ist ein Treffen aller Ärzte geplant, die bisher in Lugala gearbeitet haben. Dazu gehört auch Oberarzt Dr. Hartung aus Torgau. Während des Aufenthaltes soll es zum Treffen mit dem für die Region zuständigen Bischof kommen. Denn die evangelisch-lutherische Kirche Tansanias ist Träger des Hospitals in Lugala.
 
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